BI: Windstärke '14
Verantwortungsvolle Energiewende im Wendland

Wer wir sind (und wenn ja wie viele)

 

   Wir sind "bürgerbeteiligte" Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Lüchow-Dannenberg, die sich als entschiedene Befürworter und z.T. als engagierte Praktiker der Energiewende begreifen, einer Energiewende, die viele von uns offenbar ernster nehmen als die offizielle Energiewendepolitik und die emsige Energiewendewirtschaft, die nichts dagegen hat, jetzt zusätzlich auch noch Energie für den Export herzustellen. Hauptsache, das Geschäft läuft. Wer hätte das gedacht, dass grünes Denken und Handeln sich heute gegen ein ergrautes Grün im etablierten Politikbetrieb wenden muss, welcher mittlerweile "Umweltschutz" gegen die reale Umwelt und die wirkliche Natur vor Ort betreibt. Aufgrund seiner dogmatischen Gewissheiten kann der konventionelle Betrieb nicht erkennen, dass die zeitgemäßen Zukunftsentwürfe längst in eine Richtung weisen, aus deren Perspektive sich das blinde Wachstum und das Immer-Mehr als bedenkliches Symptom seiner eigenen Systemblindheit entpuppt. Oder ist es ihr Zynismus, dass  die Macher immer weiter machen wollen und immer mehr haben müssen?

   Wir wenden uns keineswegs pauschal und abstrakt oder überhaupt gegen Windenergieanlagen in Deutschland. Wir wenden uns konkret gegen die Windanlagen, die hier im wahrscheinlich "ökologischsten" Landkreis der Bundesrepublik vor dem Hintergrund der neuen landespolitischen Maßgabe des Umweltministeriums geplant und gebaut werden sollen. "Konkret" heißt: Wir wenden uns gegen die politisch (und energiewirtschaftlich) gewollte drastische Minimierung der Abstände, welche jene neuen "Vorrangflächen" in der Raumplanung formal erst ermöglichen würden, die nach dem bisherigen Regionalen Raumordnungsprogramm unmöglich gewesen wären. Denn wir hatten einen Sättigungsgrad der WKA-Dichte bereits erreicht! Eine solche geradezu technokratische Politik, die, ähnlich wie bei Kontaminationen durch Strahlung, willkürlich einfach die Grenzwerte verändert, würde das bisherige Leben hier für Mensch und Umwelt um ein weiteres negativ verändern. Das Ganze soll in einem Landkreis geschehen, der sich wie kein anderer bereits zu 115% regenerativ mit Energie selbst beliefern kann, weil er rechtzeitig Ja zur Energiewende gesagt hat. Damit haben die Betreiber und verantwortlichen Politiker der "grünen" Energieproduktion bei uns vor Ort schon früh substanziell Raum gegeben. Und damit ist es auch genug!

   Eine sehr ausführliche Argumentation, die alle Aspekte unseres Protests aufführt und viele gute Gründe benennt, den gegenwärtigen Prozess zu stoppen, finden Sie hier im Anschluss und im Download-Bereich.

   Wer sind wir? Wir sind vielleicht nicht viele hier, man kann uns noch zählen, aber wir sind ein Teil von den unzähligen Vielen, die sich mittlerweile in Deutschland sehr deutlich und argumentationsstark gegen den Wildwuchs der WKA wenden. In etwa 700 Bürgerinitiativen kämpfen landesweit tausende in Deutschland gegen das, was uns auch hier motiviert, Widerstand zu leisten, obwohl wir eigentlich gern lieber zu Hause bleiben würden - zumindest die älteren von uns - oder eine Waldspaziergang machen – freilich ohne Rotoren am Himmel - oder auf den Elbdeichen den Kranichen und Seeadlern nachschauen, die hier zu Hause sind. Und weil auch zehntausend Menschen und mehr, gemessen an der Gesamtbevölkerung im formalen Sinne nicht "viel" sind, sei daran erinnert, dass vor 35 oder 40 Jahren jene langbärtigen pullover- oder langkleidgewandeten "SpinnerInnen" mit großem I, die mit Turnschuhen oder Sandalen in die Landtage und dann in den Bundestag einzogen, auch anfangs eine kleine Truppe waren. Heute betreiben die Grünen eine knallharte Energiewirtschaftspolitik und treten ihren Gegnern mit genau derselben in Talkshows geschulten Kommunikations-Un-Kultur entgegen wie die damaligen Etablierten gegen sie. Das zeigt: Widerstand wird schon immer als unrealistisch belächelt oder auch, wenn er ihnen gefährlich scheint, diffamiert und massiv bekämpft wie zum Beispiel derzeit der Vogelschutz von den Windkraftplanern. Neu ist, gerade auch parallel mit den Partei-"Grünen", die in die Jahre gekommen sind, dass der Protest gegen das Falsche nicht mehr nur von jungen Leuten oder von Studenten oder Aussteigern getragen wird. Neu ist dass der vom Umweltschutzgedanken inspirierte Protest gegen diese Form des "Umweltschutzes" von allen Teilen der Bevölkerung getragen wird, sicher sogar insbesondere von jenen, denen "grünes" Denken in hohem Maße vertraut ist. Da wir den Umweltschutzgedanken wahrlich ernst nehmen und den damit verwobenen Naturschutz zentral in unsere Argumentation einbeziehen, sind wir allein schon der Sache wegen, sozusagen "logisch" zwangsläufig dem ökologischen Diskurs verpflichtet.

   Darin unterscheiden wir uns von jenen, die gelegentlich in der Nähe der Energiewendekritik zu finden sind, sich aber dadurch auszeichnen, dass sie schnell zu ziemlich erbärmlichen, noch weit unterhalb des Talk-Show-Niveaus befindlichen Auseinandersetzungsformen greifen und ihre Gegner als Öko-Faschisten oder Öko-Talibane beschimpfen, weil sie sich nicht benehmen können und weil sie keine Argumente haben. Zu denen jedenfalls gehören wir nicht! Wir sind diejenigen, die auf überzeugende Begründungen setzen!

 

   Lesen Sie deshalb bitte unseren Aufruf, unsere Positionsangaben und unsere umfangreichen Argumentationslinien.

Weitere Schriften und interessante Links finden Sie im Download-Bereich.

 

   Wenn Sie ebenso davon überzeugt sind, dass das Überhandnehmen von industriell ausgerichteten Windkraftparks

in unserer Natur oder gar in den Wäldern des Landkreises der falsche Weg ist,

dann bitten wir Sie, unsere Unterschriftenliste herunterzuladen

oder bei der angegebenen Kontaktadresse anzufordern.

Bitte legen Sie und die Listen bei Ihnen vor Ort aus: in den Geschäften und Treffpunkten

und lassen Sie sie von Freunden und Nachbarn unterschreiben.

Herzlichen Dank!